DsiN-Blog

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Smartphones? Aber sicher!

Was Nutzer, Hersteller, Plattformen und Entwickler tun können.

Smartphones? Aber sicher!

Smartphone NutzungLaut einer aktuellen BITKOM-Umfrage nutzen 67 % aller deutschen Handy-Besitzer neben der PIN keinerlei zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die Freigabe der SIM-Karte. Das ist besonders alarmierend, wenn man bedenkt, dass auf so manchem Mobilgerät mehr sensible Daten gespeichert sind als auf dem PC. Hinzu kommt, dass immer mehr Mitarbeiter ihre privaten Geräte mit ins Büro bringen. Das bringt ein gewisses Sicherheitsrisiko mit sich: In jedem zweitem deutschen Unternehmen gingen schon Firmendaten verloren.

Selbstverständlich sollten Unternehmen bei dienstlich genutzten Handys Sicherheitseinstellungen soweit wie möglich zentral vorgeben. Auch der Anwender selbst muss sich mit seinem Gerät vertraut machen und vor allem für das Thema Smartphone-Sicherheit sensibilisiert werden. Hier unterstützt unsere Initiative entscheidend mit Aufklärungsarbeit und stellt entsprechende Informationen zur Verfügung.

Daneben sehe ich aber auch die Hersteller in der Pflicht. So sind Sicherheitseinstellungen wie Passwortsperre oder PIN-Abfrage oftmals zwar vorhanden, aber nicht direkt aktiviert. Auch entsprechende Dienstleistungen wie zum Beispiel Passwortmanager kommen meist zu kurz – weil Anbieter keine Haftung für Sicherheitsprobleme übernehmen möchten. Die Hersteller müssen sich deshalb fragen, wie sie besser und standardmäßig für mehr Sicherheit sorgen können. Es kann nicht sein, dass erst umständlich nach den entsprechenden Einstellungen gesucht werden muss, um Geräte abzusichern.

Und auch bei den Apps sowie der Sicherheit der Plattformen, über die sie bezogen werden, ist mehr Security by Default gefragt. Entwicklungen mit der heißen Nadel oder Kontrollen, die lediglich überprüfen, ob ein Programm abstürzt oder auf welche Telefondaten es zugreift, nützen niemandem.

Wünschenswert wäre neben einer Sensibilisierung und Aufklärung der Anwender und Unternehmen durch Initiativen wie DsiN eine engere Zusammenarbeit zwischen Smartphone-Herstellern, Plattformen und den Entwicklern von Apps. Nur so lässt sich letztlich ein höheres Sicherheitsniveau für den Endverbraucher garantieren.

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