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So gelingt der Wandel – Sechs Tipps für die digitale Trans­for­mation

Die digitale Trans­for­mation betrifft jedes Unter­nehmen. Doch wie können Ent­scheider den Wandel beschleu­nigen? Sechs Tipps zur rei­bungs­losen Umsetzung der digi­talen Trans­for­mation, die helfen sollen Klarheit in den digi­talen Dschungel im eigenen Betrieb zu bringen.

1. Plan B ist keine Option

Das digitale Zeit­alter hat zu einer Kräf­te­ver­schiebung auf dem Markt geführt. Heute ver­lieren viele tra­di­tio­nelle, früher markt­be­herr­schende Akteure ihre über Jahr­zehnte auf­ge­bauten Anteile an agilere, tech­no­lo­gie­ge­triebene Start-ups oder Wett­be­werber, die die Trans­for­mation zum digi­talen Unter­nehmen bereits voll­zogen haben.

Auch für eta­blierte Firmen ist die digitale Trans­for­mation uner­lässlich, um in den nächsten fünf Jahren im Geschäft zu bleiben und ihre Wett­be­werbs­fä­higkeit auf­recht zu halten – die Kon­kurrenz schläft nicht. Einen Plan B gibt es nicht – es geht nur noch um die Details.

2. Bestimmen Sie Ihren Kurs

Zu den größten Fehlern eines Unter­nehmens gehört es, die digitale Trans­for­mation als IT-Projekt zu behandeln und zu denken, sie betreffe lediglich einen Teil des Geschäfts. Jeder im Unter­nehmen ist betroffen. Als einer der ersten Schritte muss daher die zugrun­de­lie­gende Vision oder das Ziel des Unter­nehmens fest­gelegt werden.

Diese Vision ist Aufgabe des CEO; sie muss von der gesamten Füh­rungs­ebene getragen und im ganzen Unter­nehmen ver­standen werden. Es ist wichtig, Mit­ar­beiter für das gemeinsame Ziel zu begeistern. Alle Mit­ar­beiter sollten auf die Digi­ta­li­sie­rungs­reise mit­ge­nommen werden und ver­stehen, dass sie gemeinsam etwas Beson­deres schaffen: ein bes­seres Unter­nehmen, mit mehr Wert­schöpfung, bes­seren Ange­boten für Kunden und attrak­ti­veren Arbeits­be­din­gungen.

3. Setzen Sie Prio­ri­täten

Mit einem fest­ge­legten Kurs, können Prio­ri­täten besser gesetzt werden. Jedes Unter­nehmen besitzt zahl­reiche Bereiche, die trans­for­miert und digi­ta­li­siert werden müssen. Die Unter­neh­mens­vision gibt die Marsch­richtung vor und Bereiche, die vor­rangig zu digi­ta­li­sieren sind, können so leichter erkannt werden. Die Reise ist lang, aber irgendwo muss sie beginnen.

Zunächst sollten Initia­tiven, die bereits kurz- und mit­tel­fristig und nicht erst nach vielen Jahren erste Erfolge zeigen, den Fokus bilden. Auf diese Weise können Inves­ti­ti­ons­pläne nicht nur den Mit­ar­beitern, sondern auch dem Vor­stand und den Gesell­schaftern gegenüber leichter ver­mittelt werden.

4. Trans­for­mieren und weiter leis­tungs­fähig sein

Die Trans­for­mation des Tages­ge­schäfts ist keine leichte Sache. Es ist so, als wolle man in 10 km Höhe ein Flug­zeug­triebwerk aus­tau­schen. Aber das Tempo eines wett­be­werbs­fä­higen Wandels ver­langt auch, dass ein Unter­nehmen während der Trans­for­mation weiter leis­tungs­fähig ist. Eine Auszeit vom Geschäft, um sich nur mit der Trans­for­mation zu befassen, kann sich niemand leisten. Das klas­sische Geschäft muss kon­ti­nu­ierlich durch trans­for­ma­tives Geschäft ersetzt werden. Denn man hat eine Business-Planung die die gewünschten Ergeb­nisse zeigen muss, der Anteil des trans­for­ma­tiven Geschäfts muss Schritt für Schritt wachsen. Ein detail­lierter und durch­dachter Umset­zungsplan, qua­li­fi­zierte und moti­vierte Mit­ar­beiter sowie ein wach­sames Auge auf die defi­nierten Mei­len­steine helfen Ent­scheidern die digitale Trans­for­mation vor­an­zu­treiben.

5. Seien Sie selbst Teil der Trans­for­mation

Die digitale Trans­for­mation kann nur gelingen, wenn alle Mit­ar­beiter eines Unter­nehmens – ein­schließlich des Manage­ments – aktiver Teil der Trans­for­mation sind.

Erfolg wird aus ver­schie­denen Per­spek­tiven unter­schiedlich defi­niert. Kunde, Unter­nehmen, Mit­ar­beiter, alle haben andere Bedürf­nisse, die berück­sichtigt werden müssen. Das Her­an­tasten an die The­matik aus ver­schie­denen Per­spek­tiven ist nicht leicht, denn sie liegen meist außerhalb der Kom­fortzone. Aber die größte Gefahr besteht im Glauben, dass das, was in der Ver­gan­genheit getan wurde, den Erfolg auch in Zukunft sichern wird.

Man muss sich ein­ge­stehen, dass man nicht alles wissen kann. Die digitale Welt wird von Dingen getrieben, die sich unge­wohnt anfühlen können; und es wird immer auch Tech­no­logien geben, mit denen man sich nicht ganz wohl­fühlt. Lebens­langes Lernen und der Mut Neues zu pro­bieren, hilft.

6. Ver­gessen Sie nie den Faktor Mensch

Die Trans­for­mation eines Unter­nehmens gelingt nur, wenn es gelingt, im Unter­nehmen die Begeis­terung für Trans­for­mation zu ent­fachen, selbst vor­zu­leben und dadurch das ent­schei­dende Momentum zu schaffen um die Mit­ar­beiter mit­zu­nehmen auf eine längere Reise. Ein Change-Management-Prozess, regel­mäßige Schu­lungen und die kon­ti­nu­ier­liche Ein­bindung von Mit­ar­beitern führen zum Erfolg. Es reicht nicht, einfach nur Tools bereit­zu­stellen – die zugrun­de­lie­genden Pro­zesse, Struk­turen und Ver­hal­tens­weisen müssen trans­for­miert werden.

Wahr ist: Wandel ist nicht unbe­dingt bequem, und deshalb müssen alle beständig erinnert werden, warum Ände­rungen not­wendig sind, nämlich im Kontext von Markt, Geschäft und Kunden.

Wichtig ist auch, dass alle Mit­ar­beiter das Gefühl haben, eine Aufgabe hierbei zu haben, einen posi­tiven Beitrag leisten zu können und für den Erfolg maß­geblich zu sein.

Wahr ist leider auch: Nicht alle Kol­legen werden Ver­ständnis für die Trans­for­mation haben.

Trans­pa­rentes Arbeiten schafft die Mög­lichkeit zum Aus­tausch. Chefs sollten nahbar sein und während des gesamten Pro­zesses ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kanäle offen­halten, jeden erfolg­reichen Schritt feiern, sich Pro­blemen stellen, und sich nicht scheuen, Mit­ar­beiter um Hilfe zu bitten.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Blog von Dimension Data.

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