DsiN-Blog

Der IT-Sicher­heitsblog für den Mittelstand

Themen

Tipp des Monats

Machen Sie in nur zehn Minuten den IT-Sicher­heits­check von Deutschland sicher im Netz. Der Test liefert Hand­lungs­emp­feh­lungen, mit denen Sie die eigene IT-Sicher­heitslage ver­bessern können.

News­letter

Um neue Bei­träge regel­mäßig zu erhalten, können Sie hier unseren News­letter abonnieren:

Digitale Unter­schriften im Netz: Wie funk­tio­nieren elek­tro­nische Signaturen?

Mit­hilfe von digi­talen Unter­schriften, soge­nannten elek­tro­ni­schen Signa­turen, lassen sich Doku­mente rechtlich ver­bindlich, schnell und sicher unter­zeichnen. FP, Spe­zialist für sichere Kom­mu­ni­kation, erklärt, wo die ver­schie­denen Formen der elek­tro­ni­schen Signatur zum Einsatz kommen.

Ver­träge, Angebote, For­mulare und Beschei­ni­gungen in Schriftform zu unter­zeichnen und zu ver­senden, kann Tage, ja sogar Wochen dauern. Mit digi­talen Unter­schriften, genannt elek­tro­nische Signatur, lässt sich dieser Prozess signi­fikant ver­kürzen. Denn das zeit­auf­wendige Hin- und Her­schicken per Post ent­fällt. Statt­dessen können alle Betei­ligten das ent­spre­chende Dokument innerhalb weniger Minuten rechts­gültig aus­tau­schen und unter­zeichnen. Besonders für kleine und mit­tel­stän­dische Unter­nehmen sowie Selb­ständige bietet diese Art der Ver­trags­un­ter­zeichnung großes Potenzial, da sich hier­durch Geschäfts­ab­schlüsse und Pro­zesse stark beschleu­nigen lassen. Das spart Zeit und damit Geld. Zudem lassen sich Doku­mente so bequem von unterwegs per Smart­phone oder Tablet unterzeichnen.

Aber in welchen Fällen sind die unter­schied­lichen Formen der elek­tro­ni­schen Signatur rechtlich ver­bindlich? Fran­­cotyp-Pos­­talia (FP), Experte für sicheres Mail­business und sichere digitale Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zesse, hat die Antworten:

1. Rechts­ver­bind­lichkeit per Zertifikat

In 95 Prozent aller kauf­män­ni­schen Ver­träge und Vor­gänge kommt die fort­ge­schrittene elek­tro­nische Signatur zu Einsatz. Diese sichert über ein kryp­to­gra­fisch ver­schlüs­seltes Zer­ti­fikat die Inte­grität des Doku­ments. So lässt sich jederzeit nach­weisen, dass das Dokument im Laufe des Unter­zeich­nungs­pro­zesses nicht ver­ändert wurde.

2. Höchste Sicher­heits­stufe durch digitale Identität

Die qua­li­fi­zierte elek­tro­nische Signatur (QES) garan­tiert das höchste Sicher­heits­niveau für digitale Unter­schriften und ent­spricht den Anfor­de­rungen der Ver­ordnung über elek­tro­nische Iden­ti­fi­zierung und Ver­trau­ens­dienste (eIDAS). Sie kommt bei­spiels­weise bei der Unter­zeichnung von Arbeit­neh­mer­über­las­sungen, kas­sen­ärzt­lichen Abrech­nungen oder Ver­brau­cher­dar­lehen zum Einsatz.

Für die Ver­wendung der QES muss der sich der Nutzer regis­trieren und seine digitale Iden­tität bestä­tigen. Dies lässt sich bei­spiels­weise über den Ver­trau­ens­diens­te­an­bieter D‑TRUST der Bun­des­dru­ckerei durch­führen. Der Nutzer bean­tragt hierfür eine Signa­tur­karte, für die er sich per Post­Ident iden­ti­fi­zieren muss. Mit­hilfe eines spe­zi­ellen Kar­ten­le­se­geräts und einer Software kann der Nutzer eine elek­tro­nische Signatur gene­rieren und damit Doku­mente unterzeichnen.

Noch ein­facher geht es mit der Kom­bi­nation von sign-me der Bun­des­dru­ckerei und FP Sign. Dabei wird die digitale Iden­tität per Video­Ident-Ver­­­fahren erfasst und von der Bun­des­dru­ckerei gespei­chert. Der Nutzer kann diese elek­tro­nische Signatur anschließend unkom­pli­ziert via SMS-Authen­­ti­­fi­­zierung über das FP Sign Konto aus­lösen. Eine Signa­tur­karte und ein Kar­ten­le­se­gerät werden nicht benötigt, weshalb die Unter­zeichnung von unterwegs noch ein­facher möglich ist.

3. Wichtige Ausnahmefälle

Es gibt aller­dings einige Son­der­fälle, bei denen weder die fort­ge­schrittene noch die qua­li­fi­zierte elek­tro­nische Signatur zum Einsatz kommen kann. Dies sind haupt­sächlich Ver­träge im Notar­ge­schäft oder fami­li­en­recht­liche Ange­le­gen­heiten. Der Grund hierfür ist, dass der Gesetz­geber in diesen Fällen eine nochmals erhöhte Rechts­si­cherheit gewähr­leisten will und deshalb nach wie vor nur die schrift­liche Form akzeptiert.

Ein Kommentar zu Digitale Unterschriften im Netz: Wie funktionieren elektronische Signaturen?

  • Danke für den Beitrag und die Infos. 

    Alter­nativ zur Email war bisher nur PDF attraktiv. Schnell erstellt und mit passwort geschütztes Dokument zumindest halbwegs sicher. Aber die digitale Signatur ist sicherer und zudem rechtskonform.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Patricius de Gruyter, Fran­cotyp-Pos­talia Holding AG

Seit dem 1. Juni 2018 ist Patricius de Gruyter in den Vor­stand der Fran­cotyp-Pos­talia Holding AG (FP) ein­ge­treten. De Gruyter ver­ant­wortet seit diesem Zeit­punkt alle natio­nalen und inter­na­tio­nalen Ver­triebs- und Mar­ke­ting­ak­ti­vi­täten bei FP. De Gruyter arbeitete seit 2012 als selbst­stän­diger Unter­neh­mens­be­rater mit Schwer­punkt B2B Sales und Mar­keting. Zuvor war der 52-Jährige bei meh­reren nam­haften Unter­nehmen in den Branchen IT, Kabel­netz­be­treiber und Dia­log­mar­keting tätig. Außerdem war er als Geschäfts­führer der Tectum-Gruppe, einem Spe­zia­listen für Kun­den­service und Tele­sales mit 3.500 Mit­ar­beitern, sowie als Geschäfts­führer der Com­put­a­center AG, einem füh­renden IT-Dienst­leister, tätig. 

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand.