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Abzocke im Internet

Enorme Geld­ge­winne, Dro­hungen mit offenen For­de­rungen, eine Reise in die Karibik oder doch viel­leicht der teure Sport­wagen? Mit diesen Mitteln ver­suchen unse­riöse Anbieter an Ihr hart ver­dientes Geld zu kommen.

Das Internet ist aus dem täg­lichen Berufs- und All­tags­leben nicht mehr weg­zu­denken. Sei es um die neu­esten Nach­richten zu lesen, seine E‑Mails abzu­rufen oder für eine beruf­liche Fra­ge­stellung zu recher­chieren. Doch neben den posi­tiven Effekten wird das Internet auch ver­wendet, um deren Nutzer aus­zu­nutzen oder an sein Geld zu kommen. So gibt es etwa Inter­net­seiten mit ver­steckten Preis­an­gaben und Kosten zu den unter­schied­lichsten The­men­stel­lungen. Mal soll man die eigene Lebens­er­wartung her­aus­finden können, mal werde man zu einem Casting ein­ge­laden. Daneben gibt es noch weitere Fallen im Internet, die in diesem Artikel beleuchtet werden.

Internet-Falle
Internet-Fallen oder auch Internet-Abzocke ist ein lukra­tives Geschäft, nur nicht für Sie als Nutzer, sondern für die Anbieter solcher Fallen. Nachdem Sie der Ver­lo­ckung des Gra­tis­an­gebots ver­fallen sind, kommt meistens die Ernüch­terung. Der Anbieter schickt binnen kür­zester Zeit eine Rechnung für die Nutzung des Dienstes. Sollten Sie diese nicht bezahlen erfolgt prompt die erste Mahnung. Oftmals drohen die Anbieter mit Inkasso-Unter­­nehmen, so dass Sie Ihre ver­meint­lichen Schulden bezahlen. Tau­sende Ver­braucher werden jährlich Opfer dieser Masche.

Der Web­auf­tritt wird meistens so auf­gebaut, dass die Ver­braucher die Kosten nicht sofort ent­decken. Eine gängige Masche hierfür ist, dass anstatt das „€“ Zeichen „Euro“ geschrieben wird. Außerdem werden die Zahlen aus­ge­schrieben, sodass es für das ver­meint­liche Opfer schwerer ist, die ver­steckten Kosten im Fließtext zu finden. Wichtig: Es kommt keine ver­pflich­tender Kauf­vertrag zustande, wenn der Button „Zah­lungs­pflichtig bestellen“ bzw. eine ent­spre­chend ein­deutige For­mu­lierung fehlt.
 

Nigeria Con­nection
Die Nigeria Con­nection ist eine der ältesten Maschen der Internet Abzocke. Ver­meint­liche afri­ka­nische Geschäfts­leute melden sich bei ahnungs­losen Opfern und geben an, einen Mil­lio­nen­betrag erhalten zu haben. Dieses Geld wollen Sie nun in den Westen bringen und brauchen somit die Hilfe des Opfers. Das Angebot klingt so einfach und ver­lo­ckend. Der Betrag X wird auf das Konto des Opfers über­wiesen und soll dann später wei­ter­ge­leitet werden. Das Opfer erhält dafür eine Pro­vision.
Die Geschichten, die dabei in diesen Mails erzählt werden, sind so phan­tas­tisch, dass es eigentlich sofort auf­fallen sollte, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Solche zwei­fel­haften Angebote erfolgen nicht nur per E‑Mail und Fax, auch die klas­sische Briefpost ist schon immer ein üblicher Zustellweg gewesen. Seit einiger Zeit erhält man solche “Geschäfts­an­gebote” auch in sozialen Netz­werken wie Facebook, Chat-Räumen, Foren, Gäs­te­bü­chern und Part­ner­börsen oder auch als Antwort auf Angebote bei Auk­ti­ons­platt­formen.
Wenn das Opfer auf die Masche her­ein­ge­fallen ist, ver­langt der Betrüger For­de­rungen für z.B. Steuern oder Anwälte, da angeblich Kosten ent­stehen um das Geld in den Westen zu bringen.
 

Abzocke-Seiten
Wie gelangt man eigentlich auf eine „Abzocke-Seite“? Dies geht leichter als Sie denken. Oft genügt es in google die Schlag­wörter „kos­tenlos“ oder „for free“ ein­zu­geben. Die Macher der Seiten inves­tieren sehr viel Arbeit in ihre Seiten und sorgen dafür, dass sie bei der google Suche an vor­derster Stelle stehen.


Wie kann man sich schützen?!

  • Gesundes Miss­trauen: Kommen Rech­nungen bzw. Mah­nungen von dem Finanzamt per E‑Mail ist Vor­sicht geboten! Diese werden in der Regel mit der Post ver­sendet.
  • Beweise sichern: Löschen Sie nicht einfach die dubiosen E‑Mails, sondern machen Sie Bild­schirm­fotos von Ihnen und gehen Sie wenn nötig zu einem Anwalt.
  • Pass­wort­regeln: Ver­wenden Sie schwer zu erratene Pass­wörter. Dies bedeutet, dass Sie alle Tasten ver­wenden, welche die Tas­tatur bietet z.B. Groß-/Klein­­schreibung, Son­der­zeichen, Zahlen, etc.
  • Auf keinen Fall der For­derung nach­kommen: Wenn Sie Mah­nungen erhalten oder sogar gedroht werden ist es äußert wichtig, dass Sie nicht zahlen!

 

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Dr. Thomas Lohre, DATEV eG

Seit 2003 bei der DATEV eG tätig. Zuerst als IT-Revisor, beschäftigt er sich nunmehr schwer­punkt­mäßig mit dem Infor­ma­ti­ons­si­cher­heits- und Not­fall­ma­nagement der DATEV eG. Daneben ist er noch als Referent für die ibs Schreiber GmbH zu unter­schied­lichen Themen tätig.

 

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Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.