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Digi­tales Erbe

In der digi­talen Welt hin­ter­lässt man Spuren. Was aber, wenn plötzlich der Partner/das Kind ver­stirbt? Jeder kann und sollte Vor­sorge betreiben, damit Hin­ter­bliebene keinen unnö­tigen Lei­densweg beschreiten müssen, um den digi­talen Nachlass zu regeln.

Die Digi­ta­li­sierung im Geschäfts- und Pri­vat­leben nimmt zunehmend Raum ein: Kon­takte und Dateien in Cloud-Spei­­chern, Fotos und Chat­nach­richten in sozialen Netz­werken, Mails, Online­shops oder Bezahl­dienste. Alles ist bequem jederzeit und überall am Laptop, Tablet oder Smart­phone ver­fügbar. Wer sich gegen unbe­fugten Zugriff gut schützen möchte, ver­wendet für jede Anwendung ein anderes Passwort.

Doch was ist, wenn man uner­wartet einen schweren Unfall hat oder einen Herz­in­farkt erleidet und von der einen auf die andere Sekunde aus dem Leben gerissen wird? Schon mal darüber nach­ge­dacht, wie es dem geschockten Lebens-/Ge­­schäfts­­­partner oder den Eltern gehen mag, deren Leben in diesem Moment aus den Bahnen gerät?  In der Trauer ist ver­ständ­li­cher­weise kaum ein klarer Gedanke zu fassen.
Als Hin­ter­blie­bener ist man häufig damit belastet, den Nachlass zu regeln. Dazu gehört auch der digitale, zum Bei­spiel wenn sämt­liche Mails, Kon­takte gelöscht werden sollen.
Als Geschäfts­partner benötigt man schnellst­möglich Zugriff auf die geschäft­lichen Dateien. Gerne möchte der Lebens­partner die Fotos auf dem Smart­phone des Ver­stor­benen als Erin­nerung behalten. Kein leichtes Unter­fangen. Erinnert sei an Anfang dieses Jahres, als das FBI von Apple das iPhone eines Amok­läufers knacken lassen wollte — vergeblich.

Hin­ter­bliebene, ob Geschäfts­partner, Lebens­ge­fährten oder Eltern, haben nicht viele Mög­lich­keiten auf den digi­talen Nachlass zuzu­greifen, wenn sie die Zugangs­daten nicht kennen. Zwar gibt es Online­shops oder Bezahl­dienste, bei denen der Nutzer regeln kann, was im Todesfall mit seinen per­sön­lichen Daten pas­siert. Das bieten aller­dings die wenigsten an. Natürlich kann man als Hin­ter­blie­bener sie um Hilfe bitten. Und wenn das erfolglos bleibt, kann man auch vor Gericht ziehen, um den Nachlass regeln zu lassen. Aber das ist lang­wierig und teuer.

Fazit
Eine Mög­lichkeit besteht darin, die Anwen­dungen mit Anmel­dename und ‑passwort in einem Passwort-Safe zu doku­men­tieren. Den Hin­ter­blie­benen sind dann die aktu­ellen Daten zur Anmeldung am Gerät, etwa am Laptop oder Smart­phone, sowie für den Passwort-Safe zugänglich zu machen.

Wer nicht mit einem Passwort-Safe arbeiten möchte, kann eine Liste mit allen Geräten, Anwen­dungen, Anmel­dename und ‑passwort erstellen. Das Dokument kann in einem zuge­klebten Kuvert auf­be­wahrt werden, das zusammen mit dem Gesell­schaf­ter­vertrag im Firmen-Safe oder mit dem Tes­tament im Privat-Safe depo­niert wird. Die Liste lässt sich leicht jederzeit aktua­li­sieren und gegen die Vor­gän­ger­version austauschen.

Beide Mög­lich­keiten haben einen Vorteil: keine zeit­auf­wän­digen, lang­wie­rigen und teuren Gerichts­ver­fahren sowie geringe Mehr­be­lastung für die Hinterbliebenen.

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Walter Schirmer, DATEV eG

Diplom-Betriebswirt (FH)

Studium der Betriebs­wirt­schaft mit Schwer­punkt Orga­ni­sation und Datenverarbeitung.

Seit 1988 bei der DATEV eG, Nürnberg.

Lang­jährige Erfahrung in der Ver­marktung von Pro­dukten für das Kanzlei‑, Doku­menten- und Qua­li­täts­ma­nagement von Steuerberaterkanzleien.

Wei­ter­bildung im Change-Management und zer­ti­fi­zierter Business Deve­lo­pment Manager.

Aus­bildung bei DATEV zum Unternehmensmarkt-Spezialist.

Seit August 2015 zuständig für die Ver­marktung von Pro­dukten für IT-Daten­si­cherheit und Datenschutz.

 

Koope­ra­ti­ons­partner

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