DsiN-Blog

Der IT-Sicher­heitsblog für den Mit­tel­stand

Themen

Tipp des Monats

Machen Sie in nur zehn Minuten den IT-Sicher­heits­check von Deutschland sicher im Netz. Der Test liefert Hand­lungs­emp­feh­lungen, mit denen Sie die eigene IT-Sicher­heitslage ver­bessern können.

News­letter

Um neue Bei­träge regel­mäßig zu erhalten, können Sie hier unseren News­letter abon­nieren:

Sichere Iden­ti­täten in der modernen Industrie und Gesell­schaft

Sichere Iden­ti­täten sind keine Erfindung der Neuzeit, erhalten aber ins­be­sondere mit der Industrie 4.0 neue Relevanz. Lesen Sie heute Teil 2 unserer Serie “Sichere Iden­tität”.

 

„Ich bin nicht, was ich bin“ hat Shake­speare seinen Othello sagen lassen. Aber wer oder was ist er denn dann? Diese Frage nach der eigenen Iden­tität stellt sich seit Men­schen­ge­denken,  ganz besonders aber, seit sich die Gesell­schaft nicht mehr nur in der ana­logen Welt bewegt, sondern seit sie digital und mobil wurde.

Aber was genau ist unter dem Begriff Iden­tität eigentlich zu ver­stehen? Für den Verein Sichere Iden­tität Berlin-Bran­­denburg defi­niert das Wort eine Person als ein­malig und unver­wech­selbar. Die Iden­tität beschreibt die Gesamtheit aller spe­zi­fi­schen Merkmale, die sie kenn­zeichnet und von allen anderen Indi­viduen unter­scheidet. Das können kör­per­liche Merkmale wie Gesichtsbild und Fin­ger­ab­druck sowie per­sön­liche Daten wie Name und Geburts­datum sein.

Mehrere Iden­ti­täten in der digi­talen Welt

Nicht nur in der ana­logen Welt, auch in der digi­talen Welt können sich Men­schen zu erkennen geben. Sie authen­ti­sieren sich mit Hilfe unter­schied­licher Ver­fahren, wenn sie online Geld über­weisen oder ein­kaufen oder sich in sozialen Netz­werken oder E‑Mail-Accounts ein­loggen. Auch hier greifen Mecha­nismen, die indi­vi­duelle Attribute einer bestimmten Person zuordnen. Ein Bei­spiel ist die Ver­bindung von Benut­zername und Passwort: Der Benut­zername beschreibt eine Person, die sich mit dem Passwort ein­deutig authen­ti­siert. Das System ordnet das kor­rekte Passwort der Person zu und authen­ti­fi­ziert sie dadurch.

Die meisten Men­schen haben heute mehrere digitale Iden­ti­täten, die unter­schied­lichen Sicher­heits­an­for­de­rungen ent­sprechen. Damit sie nicht gefälscht, mani­pu­liert oder gestohlen werden können, müssen sie sicher sein. Eine sichere Iden­tität bedeutet, dass diese Iden­tität nicht mani­pu­liert oder gefälscht und für miss­bräuch­liche Zwecke ver­wendet werden kann. Sie garan­tiert die voll­kommene Über­ein­stimmung, dass jemand tat­sächlich der ist, für den er sich ausgibt.

Aber nicht nur Per­sonen, sondern auch Objekte, Dienste oder Pro­zesse können Iden­ti­täten besitzen. Objekte etwa können dadurch ein­zelnen Pro­zess­schritten ein­deutig zuge­ordnet werden und sind auf­findbar, bei­spiels­weise in der Logistik. Sichere Iden­ti­täten sind deshalb in der Industrie 4.0 ein bedeu­tendes Thema.

Inno­va­tionen bei Iden­ti­täts­tech­no­logien

Sichere Iden­ti­täten sind keine neu­zeit­liche Idee. Schon seit der frühen Antike bemühen sich Men­schen, Schrift­stücke oder Objekte her­zu­stellen, die die Iden­ti­täten von Per­sonen, Pro­dukten und Pro­zessen ein­deutig nach­weisen. Damit sollen Staaten oder Städte, Bürger und Orga­ni­sa­tionen geschützt und Zugänge geschaffen und gesteuert werden. Vier bedeu­tende Inno­va­ti­ons­sprünge kann man in den letzten Jahr­hun­derten dabei aus­machen: Schon um das 15. Jahr­hundert herum gab es Rei­se­do­ku­mente auf Papier­basis mit Iden­ti­fi­zie­rungs­merk­malen. Knapp 200 Jahre später wurden erste Abbil­dungen bio­me­tri­scher Merkmale in Aus­weise inte­griert. Mit dem Auf­kommen von Com­putern, Internet & Co im 20. Jahr­hundert treten digitale Iden­ti­täten für Per­sonen, Objekte und Dienste auf die Bühne. Und aktuell erleben wir ver­netzte Iden­ti­täten, bei denen die Zusam­men­führung und Sim­pli­zität im Management von Iden­ti­täten eine Rolle spielen.

Heute kann keine Branche mehr auf Iden­ti­täts­tech­no­logien ver­zichten. Denn alle Branchen müssen den digi­talen Wandel aktiv gestalten – und dessen Basis sind sichere Iden­ti­täten. Ob Medi­zin­technik, Ver­waltung, Medien, Logistik, Tou­rismus oder Energie: überall ver­netzten sich die Dinge und Stich­worte wie Objekt-ID, Dienst-ID, Per­­sonen-ID gewinnen an Bedeutung.

Der Verein Sichere Iden­tität Berlin-Bran­­denburg e.V. (SIDBB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Sichere Iden­ti­täten auf­zu­klären. Seine Mit­glieder sorgen für Sichere Iden­ti­täten. Wie und wo man sie erhält, dabei hilft der Verein.

 

Der 1. Teil der Serie erschien am 2. März 2016 hier im DsiN-Blog unter dem Titel “Sichere Iden­ti­täten als Schlüssel zur digi­talen Welt”  

 

Ein Kommentar zu Sichere Identitäten in der modernen Industrie und Gesellschaft

  • Michael Littger sagt:

    Sehr schöner Beitrag!
    Passt (auch) zum Thema des Jugend­wett­be­werbs myDi­gi­tal­World im nächsten Jahr 2016/ 2017 mit der Bun­des­zen­trale für poli­tische Bildung (“Das Digitale Ich”)!

Schreiben Sie einen Kommentar zu Michael Littger Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anne-Sophie Gógl, SIDBB

Anne-Sophie Gógl ist seit Februar 2016 Geschäfts­füh­rerin des Vereins Sichere Iden­tität Berlin-Bran­denburg e.V. (SIDBB). Haupt­be­ruflich ist sie seit 2014 bei der Bun­des­dru­ckerei GmbH tätig. Davor war sie mehrere Jahre bei Start-up-Unter­nehmen beschäftigt. Gógl ist Diplom-Kauffrau mit den Schwer­punkten Inter­na­tio­nales Management & Politik, BWL und Euro­pa­recht sowie zer­ti­fi­zierte Pro­jekt­ma­nagement-Fachfrau.

Bild:  ©SIDBB

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.