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Stress­be­lastung durch die IT

Eine aus­ge­wogene Work-Life-Balance ist das Ziel der meisten Arbeit­nehmer in kleinen und mitt­leren Unter­nehmen. Auch in der Füh­rungs­etage ist man daran inter­es­siert, dass die Mit­ar­beiter und Mit­ar­bei­te­rinnen ein aus­ge­gli­chenes Ver­hältnis zwi­schen Arbeit und Freizeit haben. Klappt das immer so wie geplant?

 

Über­be­lastung nimmt ständig zu

In reprä­sen­ta­tiven Umfragen stellte sich heraus, dass ein Viertel der Arbeit­neh­mer­schaft in Deutschland akut von Über­be­lastung betroffen ist. Ter­min­druck, ständige Erreich­barkeit und zu viele Arbeiten auf zu wenigen Schultern ver­teilt führen dazu, dass die Gefahr eines Burn-out oder noch schlimmer, einer dau­er­haften Arbeits­un­fä­higkeit (Früh­ver­rentung), zunimmt. Der Prozess ist oft schlei­chend und wird meistens zu spät von beiden Seiten (Arbeit­nehmer und Arbeit­geber) wahr­ge­nommen. Soweit muss es aber nicht kommen.

Prä­vention statt Heilung

Die Basis für ein rea­lis­ti­sches Arbeits­pensum ist ein gutes Arbeits­klima und ein offenes Ver­hältnis zu Kol­legen und Vor­ge­setzten. Dort, wo Ver­trauen herrscht, besteht auch die Mög­lichkeit über die Auf­ga­ben­ver­teilung und Bewäl­tigung zu sprechen. Klären Sie zunächst für sich, wie ihr Arbeitstag struk­tu­riert ist und wie ihre Auf­ga­ben­liste aus­sieht. Ist diese Liste rea­lis­tisch im vor­ge­ge­benen Zeitraum zu schaffen? Gibt es Mög­lich­keiten Auf­gaben neu zu ver­teilen? Haben Sie die Prio­ri­täten richtig gesetzt (Wich­tiges von weniger Wich­tigem getrennt?). 

Vor­gehen bei Über­be­lastung

Prüfen Sie anhand von Fragen Ihre momentane Situation.

  1. Stellen Sie ihre der­zeitige Arbeits­si­tuation auf den Prüf­stand; d.h. sind Sie mit Ihrer Arbeit und der Anzahl der Auf­gaben zufrieden? Schaffen Sie die vor­ge­ge­benen Auf­gaben in einer rea­lis­ti­schen Zeit („normale“ Arbeitszeit) oder sind Über­stunden seit Wochen/Monaten an der Tages­ordnung?
  2. Nehmen Sie sich genügend Zeit für private Dinge (Hobbies, Familie, Freunde etc.)?
  3. Ist Ihr Chef mit Ihren Arbeits­er­geb­nissen zufrieden oder können Sie dem Ergeb­nis­druck nicht mehr voll­um­fänglich stand­halten? Sind Sie viel­leicht selbst nicht mehr mit Ihren Ergeb­nissen zufrieden?
  4. Gibt es Auf­gaben, die Sie dele­gieren können? Oder müssen Sie wirklich alles selbst erle­digen?
  5. Nimmt die Zahl der Über­stunden ständig zu?
  6. Ist Ihre Familie unzu­frieden mit der der­zei­tigen Situation? (Zu wenig Zeit für die Familie?)

Was ist zu tun?

  1. Setzen Sie sich rea­lis­tische Ziele in einem akzep­tablen Zeitraum. Es ist wie beim Abnehmen. Nicht gleich über­treiben: Sinn­volle Por­tionen in der Redu­zierung der Arbeits­be­lastung schafft Moti­vation und erreichbare Ziele.
  2. Sprechen Sie mit Ihrem Chef über die anste­henden Auf­gaben und klären im Vorfeld, wie Sie sich eine akzep­table Bewäl­tigung vor­stellen.
  3. Sprechen Sie mit Ihrer Familie, um die Erwar­tungs­haltung abzu­fragen.
  4. Even­tuell können Sie eine kurze Auszeit ein­planen, um danach wieder erholt und moti­viert an die Arbeit zu gehen. Beugen Sie einem Burn-out vor, indem Sie sich (Körper und Geist) Erholung gönnen. Wann hatten Sie das letzte Mal richtig Urlaub (Abschalten von der Arbeit, keine tele­fo­nische und schrift­liche Erreich­barkeit, kein Laptop dabei etc.).

Hierzu auch ein aktu­eller Beitrag in der Sendung „Wiso“.

Wenn Sie sich über die wesent­lichen Fak­toren im Klaren sind, die zu Stress (Dis­tress, also nega­tiver Stress) führen, fällt es leichter diesen Stress durch Selbst­be­stimmung und Planung in positive Energie (Eustress, also positiv emp­fun­dener Stress) umzu­wandeln.

Zum Thema: http://www.focus.de/gesundheit/experten/buergel/die-wahrheit-ueber-stress-teil-2-wieso-arbeitsstress-nicht-schlecht-sein-muss_id_4611994.html

Fazit:

Arbeit ist ein großer Bestandteil und Zeit­faktor in unserem Leben. Wir ver­bringen viel Zeit unseres Lebens in oder mit der Arbeit. Deshalb ist es wichtig sich tur­nus­mäßig immer wieder mal die Frage vor­zu­legen: „Stimmt die Balance zwi­schen Arbeit und Freizeit noch“? Wir müssen viele Jahre unseres Lebens beruflich fit sein und bleiben, damit wir Spaß an der Arbeit haben und gute Ergeb­nisse erzielen.  Dies ist nur machbar, wenn das Gleich­ge­wicht stimmt. Über­ge­wicht ist immer gesund­heits­schädlich.  So, wie man sich immer wieder Gedanken über das Kör­per­ge­wicht machen sollte, so sollte auch der Arbeits­ge­wichtung Auf­merk­samkeit zukommen. Gerade in der IT-Branche, in der Ter­min­druck an der Tages­ordnung ist, muss auf die zeit­liche Belastung der Arbeit­nehmer und Arbeit­neh­me­rinnen geachtet werden.

Bild: © wwwebmeister/ fotolia.com

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Joachim Vogel, DATEV eG

Dipl. Betriebswirt (FH)

Studium der Betriebs­wirt­schaft im Schwer­punkt Mar­keting
Erfah­rungen in der Pro­gram­mier­sprache RPGII

Aufbau einer EDV-Ver­triebs-Abteilung in einem großen Ver­si­che­rungs­konzern (Ver­ant­wortlich für die techn. Infra­struktur in den Filialdirektionen/Disposition und Instal­lation der EDV)

Seit 1989 bei DATEV eG in Nürnberg tätig. Pro­jekt­leitung “esecure bei Behörden und Insti­tu­tionen”; techn. Know-how im TK-Management (Cloud-Lösungen; Beratung und Instal­lation von Tele­kom­mu­ni­ka­tions-Lösungen in Steu­er­kanz­leien; Koordinator/Ansprechpartner bei techn. Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­fragen); Zer­ti­fi­zierung nach ITIL

 

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