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E‑Working

E-Working

Mobiles Arbeiten liegt voll im Trend. Von der Fle­xi­bi­lität der Arbeits­zeiten und ‑orte pro­fi­tieren sowohl Arbeit­nehmer als auch Arbeit­geber glei­cher­maßen. Wir haben die Vor­teile und alles Beach­tens­werte zusam­men­ge­fasst.

 

Defi­nition „e‑Working“:

„Unter dem Begriff Tele­arbeit werden ver­schiedene Arbeits­formen zusam­men­ge­fasst, bei denen Mit­ar­beiter zumindest einen Teil der Arbeit außerhalb der Gebäude des Arbeit­gebers ver­richten (es muss kein Ange­stell­ten­ver­hältnis bestehen). Oftmals werden die Arbeits­er­geb­nisse dabei dem Arbeit­geber über digitale Kanäle über­mittelt. Dazu werden häufig Kom­mu­ni­ka­ti­ons­geräte wie Com­puter und Telefon genutzt. Es wird auch der Begriff e‑Work ver­wendet. (Quelle: Wiki­pedia)

Rah­men­be­din­gungen bei e‑Working:

Mobile Com­puting bzw. e‑Working – auch Tele­arbeit oder Remote-AP genannt – hat viele Vor­teile. Dennoch sind ein paar Rah­men­be­din­gungen zu beachten, damit kein (Sicher­heits-) Risiko ent­steht:

  1. Ver­wenden Sie eine sichere Inter­net­ver­bindung, über die Sie kom­mu­ni­zieren
  2. Wie auch auf Ihrem Firmen-PC gilt: Die Ver­wendung von sicheren Pass­wörtern ( vgl: https://www.dsin-blog.de/neue-passwoerter-aber-sicher; https://www.dsin-blog.de/passwortsicherheit) ist zwingend erfor­derlich
  3. Am sichersten ist der Einsatz eines Firmen-PCs (z.B. Laptop) mit ent­spre­chender Siche­rungs­software (Firmen-VPN, Anti-Viren-SW, doppelt abge­si­cherte Firewall) bzw. Hardware (z.B. Chip­karte, Stick etc.)
  4. Nutzen Sie eine ver­schlüs­selte Fir­men­ver­bindung (VPN-Tunnel)
  5. Der Remote-AP darf nicht für private Zwecke genutzt werden
  6. Achten Sie auf die Daten­schutz­klassen, die von Ihrer Firma vor­ge­geben werden und wie die Ein­haltung dieser Daten­schutz­klassen bei Daten­aus­tausch sicher­ge­stellt wird
  7. Die Ver­wendung und Aktua­li­sierung von Sicher­heits­software (Anti-Viren-SW, etc.) ist ver­pflichtend
  8. Der Zugang zum Remote-PC sollte aus­schließlich dem „e‑Worker“ vor­be­halten sein
  9. Ver­zichten Sie auf private auf Down­loads oder Besuche auf pri­vaten Web­sites
  10. Führen Sie Daten­si­che­rungen durch (lokal oder im Netz/Cloud)
  11. Sichern Sie die interne und externe Kom­mu­ni­kation ab (Ver­schlüs­selung, elektr. Signatur); Ver­wendung von vor­han­denen Mecha­nismen des Unter­nehmens
  12. Klären Sie im Unter­nehmen, wie die Authen­ti­sierung durch­ge­führt wird

Bei der Ein­führung von e‑Working in kleinen und mitt­leren Unter­nehmen hat die Fir­men­leitung aber auch noch mit gewissen Vor­ur­teilen in der Beleg­schaft zu kämpfen, denn e‑Working findet leider immer noch nicht die Aner­kennung bei Kol­legen, die not­wendig wäre.
 
Erfah­rungs­werte haben jedoch gezeigt, dass die Pro­duk­ti­vität bei den Tele­ar­beitern teil­weise mit 22 % bis 45 % größer ist als bei den Kol­legen im Büro.

Außerdem bietet e‑Working-Vor­­­teile:

  1. Zeit­er­sparnis durch Wegfall von even­tuell sehr weiten Anfahrts­wegen
  2. Höhere Fle­xi­bi­lität, um Beruf und Familie besser zu koor­di­nieren 
  3. Weniger Aus­fall­zeiten bei schlechten Stra­ßen­ver­hält­nissen
  4. Kos­ten­ein­spa­rungen sind möglich, da durch den Einsatz mobiler Geräte und der Nutzung des pri­vaten WLANs geringere Inves­ti­tionen für das Unter­nehmen not­wendig sind.
  5. Keine Stö­rungen durch äußere Ein­flüsse (Tele­fonate und Gespräche in Groß­raum­büros etc.) führt zu kon­zen­trier­terem und effi­zi­en­terem Arbeiten
  6. Es ist nicht zwingend erfor­derlich, dass im Unter­nehmen ein fester Arbeits­platz ein­ge­richtet wird
  7. Hoch­qua­li­fi­zierte Mit­ar­beiter werden durch das eigen­ver­ant­wort­liche und fle­xible Arbeits­modell gebunden
  8. Die Moti­vation von „e‑Workern“ wird gesteigert
  9. Bessere und schnellere Arbeits­er­geb­nisse sind möglich

Vielfach hat sich der Wechsel zwi­schen festem Arbeits­platz im Unter­nehmen und dem Tele­ar­beits­platz eta­bliert.

Ein klarer Vorteil ist der bessere Infor­ma­ti­ons­fluss und Aus­tausch mit den Kol­legen und dem Chef „live“, wenn man unter der Woche ein oder zwei Tage im Büro ist. Gut geeignet dafür sind wöchentlich wie­­der­­keh­­ren­­de/Team- oder Abtei­lungs­be­spre­chungen bzw. Pro­jekt­sit­zungen oder JF-Termine.

Bei reger Kom­mu­ni­kation zwi­schen e‑Workern und Unter­nehmen sollte auch ver­einbart werden, wie schnell auf E‑Mails oder Anrufe reagiert werden muss. Je klarer die Vor­gaben, umso weniger setzen sich beide Seiten dem Vorwurf der Kon­trolle oder unnö­tigem Druck aus.

Fazit:

“Kon­trolle ist gut Ver­trauen ist besser“. Ein altes Sprichwort, das in diesem Fall umge­kehrt richtig ist. Wenn sich die e‑Working-Spiel­­regeln eta­bliert haben und klar geregelt ist, wie die Remote-Arbeit für Arbeit­nehmer und Arbeit­geber orga­ni­siert ist, dann basiert diese Form der fle­xiblen Arbeit auf gegen­sei­tigem (Arbei­t­­nehmer- und Arbei­t­­geber-) Ver­trauen.

Nur so können positive Arbeits­er­geb­nisse erzielt und e‑Worker im Kol­le­gen­kreis akzep­tiert und voll aner­kannt werden.

Dazu gehört auch, dass über die Ver­ein­ba­rungen des e‑Workings klar und offen im Unter­nehmen infor­miert wird.

Bild: Marcus Bormann / Fotolia.com

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Joachim Vogel, DATEV eG

Dipl. Betriebswirt (FH)

Studium der Betriebs­wirt­schaft im Schwer­punkt Mar­keting
Erfah­rungen in der Pro­gram­mier­sprache RPGII

Aufbau einer EDV-Ver­triebs-Abteilung in einem großen Ver­si­che­rungs­konzern (Ver­ant­wortlich für die techn. Infra­struktur in den Filialdirektionen/Disposition und Instal­lation der EDV)

Seit 1989 bei DATEV eG in Nürnberg tätig. Pro­jekt­leitung “esecure bei Behörden und Insti­tu­tionen”; techn. Know-how im TK-Management (Cloud-Lösungen; Beratung und Instal­lation von Tele­kom­mu­ni­ka­tions-Lösungen in Steu­er­kanz­leien; Koordinator/Ansprechpartner bei techn. Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­fragen); Zer­ti­fi­zierung nach ITIL

 

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