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Mobile End­geräte: Sicherheit für jedermann?

Mit ein­fachen Maß­nahmen kann jeder die Sicherheit seiner End­geräte wirksam erhöhen – in der pri­vaten und beruf­lichen Nutzung

Smart­phone, Laptop, Tablet, Phablet oder Smartlet bieten viele prak­tische Anwen­dungs­mög­lich­keiten, die immer häu­figer genutzt werden. Dabei begründen die mobilen Zugangs­möglichkeiten ins Internet neue Sicher­heits­ri­siken. Manche sprechen etwas plas­ti­scher vom „Ein­fallstor für Gefahren“. Sie werden aus­ge­nutzt von Cyber­kri­mi­nellen, die allein in Deutschland jeden Tag mehrere Mil­lionen Euro erbeuten.

Auch der unlautere Umgang mit pri­vaten Daten wie Kon­takt­ver­zeich­nissen, Bildern, Nach­richten und Geo­in­for­ma­tionen durch Unter­nehmen oder eben auch staat­liche Ein­rich­tungen ist ein Problem, das ein neues Gefühl der Ohn­macht im Internet befeuert: 80 Prozent der Inter­netz­nutzer geben ihre per­sön­liche Sicherheit im Netz heute als völlig unsicher oder eher unsicher an. Das ist eine Stei­gerung um mehr als 50 Prozent in zwei Jahren.

Wirk­samer Schutz für jeden

Aller­dings kann jeder etwas dagegen tun. Es gibt ein­fache Maß­nahmen, die auch mit wenig Aufwand zu einem spürbar höheren IT-Schutz führen. Konkret bedeutet das:

  • Für Bank­ge­schäfte ein sicheres Passwort ver­wenden, mög­lichst in der Multi-Faktor-Authen­­ti­­fi­zierung — und natürlich unsi­chere WLAN-Netze ver­meiden
  • Online ein­kaufen nur in ver­trau­ens­wür­digen Online­shops mit sicherer Daten­ver­bindung
  • Bei E-Mails auf mobilen End­ge­räten besonders vor­sichtig sein: unbe­kannte Links nicht arglos öffnen und unbe­stellte Apps nicht einfach instal­lieren.
  • Anti-Virus-Software ein­setzen, um Infek­tionen mit Schad­software vor­zu­beugen.
  • Der PIN für die SIM-Karte und den Gerä­te­sperrcode sollte aktiv sein.
  • Mög­lichst keine Wisch­muster zum Ent­sperren eines Smart­phones nutzen, denn die Finger hin­ter­lassen Wisch­muster auf dem Display, die leicht nach­zu­voll­ziehen sind.
  • Emp­feh­lenswert ist, Funk­dienste wie WLAN oder Blue­tooth zu aus­zu­schalten, wenn sie gerade nicht genutzt werden.


Medi­en­kom­petenz und Bewusstsein als Schlüssel

Ein wei­terer rele­vanter Sicher­heits­faktor ist mehr Medi­en­kom­petenz. Nutzer müssen die Funk­ti­ons­weise beliebter Dienste auf mobilen Geräten besser ver­stehen. Soziale Netz­werke etwa machen Spaß, weil damit Bilder und Erleb­nisse mit Freunden geteilt werden können. Sie führen Sie aber dazu, dass Kinder geärgert oder Nach­teile in der Arbeitswelt durch unvor­sich­tiges Posten ent­stehen. Hier hilft es, früh­zeitig Bewusstsein zu schaffen, dass per­sön­liche Daten und mehr­deutige Infor­ma­tionen auch von fal­schen Freunden gelesen werden können und viel­leicht kaum mehr zu löschen sind.

Großer Beliebtheit erfreut sich auch das Abspielen von Musik und anderen krea­tiven Leis­tungen im Internet. Zur Sicherheit für jedermann gehört auch, dass legale und legitime Angebote von ille­galen unter­schieden werden können, um nicht selbst – unge­wollt – Straf­ver­stöße zu begehen.


Sicherheit im beruf­lichen Alltag: MDM

Natürlich drohen Risiken auch in der beruf­lichen Nutzung. Deshalb müssen Mit­ar­beiter viel besser im Umgang mit mobilen Geräten sen­si­bi­li­siert werden. Dies kann über interne Ver­hal­tens­richt­linien erreicht werden und durch Sicher­heits­vor­keh­rungen, das Mobile Device Management (MDM). Ein klas­si­sches Bei­spiel für MDM ist die Sperre der Kamera, falls Foto­auf­nahmen im Unter­nehmen uner­wünscht sind. Auch die Instal­lation uner­wünschter Apps auf mobile End­geräte kann über das MDM unter­bunden werden. Tat­sächlich sind die Palette und das Spektrum von IT-Risiken und wirk­samer Gegen­maß­nahmen beachtlich. Wirksame Hilfe muss dabei gar nicht kom­pli­ziert sein.

Secu­ri­tyNews und 10 Tipps für mehr Sicherheit

Prak­tische Hilfe bieten bei­spiels­weise zwei Angebote von Deutschland sicher im Netz. Für Ver­braucher gibt es die kos­ten­freie DsiN-Secu­­ri­­tyNews App, eine gemeinsame Ent­wicklung mit dem Institut für Internet-Sicherheit — if(is), die ein stän­diges Update an Sicherheits­informationen auf mobile End­geräte aus­liefert.

Und für kleine Unter­nehmen sind die 10 Sicher­heits­tipps für einen bes­seren IT-Schutz am Arbeits­platz unbe­dingt emp­feh­lenswert.

 

Bild: Marcus Bormann / Fotolia.com

 

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Dr. Michael Littger, DsiN

Dr. Michael Littger ist Geschäfts­führer von Deutschland sicher im Netz e.V (DsiN). Der Verein infor­miert Bürger und Unter­nehmen zu aktu­ellen Fragen der IT-Daten­si­cherheit – mit kon­kreter Hil­fe­stellung für den Alltag. Zuvor war Littger im Deut­schen Indus­trie­verband (BDI) für Digitale Wirt­schaft, Tele­kom­mu­ni­kation und Medien zuständig. Schwer­punkte seiner Arbeiten liegen auf dem Gebiet des Cloud Com­pu­tings und Daten­schutzes.

 

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Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.

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