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Was eine neue Regierung angehen sollte

egovernment TW September

Wunsch­listen an Regie­rungen zu for­mu­lieren ist in etwa so ziel­führend, wie Weih­nachts­wunsch­listen mit Wachs­mal­stiften an die Kin­der­zim­mertür zu malen. Oft geht es um Geld, aber was, wenn es gar nicht um Geld geht, sondern „nur“ um Ent­schei­dungs­qua­li­täten?

 

Alles, was auf angel­säch­si­schen Servern liegt oder die See­kabel im Atlantik durch­läuft, muss nun also (zurück­haltend for­mu­liert) als „daten­schutz­be­zogen unsicher“ defi­niert werden und während das irgendwie kaum einen wirklich zu inter­es­sieren scheint, ver­gessen wir auch noch, was an eGo­­vernment-Haus­auf­gaben noch in unseren Ranzen schlummert!

  • Werden nPA und De-Mail noch hilf­reiche eID-Wer­k­zeuge im eGo­vernment? Und wenn ja: Wie müssen wir diese ange­sichts aktu­eller Ent­wick­lungen tech­nisch und/oder kon­zep­tionell anpassen?
     
  • Arbeit­neh­mer­daten & Unter­neh­mens­daten: Nach dem ELENA-Ende will das BMAS nach acht­zehn­mo­na­tiger Prüfung ent­scheiden, wie es weiter gehen soll. Das BMI hat mit seinem Werkzeug “P23R” bereits einen (daten­schutz­be­zogen) sehr guten Ansatz für Unter­neh­mens­daten ent­wi­ckelt. Braucht es wirklich zwei unter­schied­liche Ver­fahren für diese Daten­qua­li­täten, die eigentlich inhaltlich kaum abgrenzbar sind? Ich wünsche mir bei dem Thema koope­rativ zusammen arbei­tende Minis­terien, die nicht die Chance ver­passen, zusammen zu führen, was zusammen gehört.
  • Ich wünsche mir einen kon­se­quenten und prag­ma­ti­schen Büro­kra­tie­abbau, der im Mit­tel­stand tat­sächlich spürbar ist und nicht nur eine flacher wer­dende Büro­kra­tie­auf­bau­kurve. Dazu wird u.a. ein starkes Enga­gement der Kammern und Ver­bände nötig sein, welches über das beliebte „Finger in die Wunde legen“ hin­ausgeht. Die Nörgel-Qua­­li­­täten sind in diesem Land bei­spiellos, es fehlt dagegen nicht selten an der Lösungs­kom­petenz der Nörgler: So ermüden wir uns nicht selten in end­losen Abstim­mungen, tak­ti­schen Win­kel­zügen und Kom­pro­miss­fin­dungen, bis nichts Gutes mehr heraus kommen kann.

In diesem Sinne, liebe neue (?) Regierung: Sei ein ent­schei­dungs­freu­diger eGo­­vernment-Gestalter und -Mode­rator! Und wenn es dienlich ist, passe mutig die IT-Steuerung bzw. -Orga­ni­sation an, — es ist ver­dammt viel zu tun.

Bild:  © Torsten Wun­derlich

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Torsten Wun­derlich, DATEV eG

Dipl. Kaufmann (FH)

Seit 2002 bei DATEV, zunächst als Pro­jekt­leitung elek­tro­ni­scher Rechts­verkehr tätig. Seit November 2009 ist Torsten Wun­derlich Leiter des DATEV-Infor­ma­ti­onsbüro Berlin und dort in Gremien, Ver­bänden und poli­ti­schen Aus­schüssen am Ohr der Zeit zu eGo­vernment-Themen und deren IT-Sicher­heits­merk­malen. Oft über­nimmt er die Rolle des “Über­setzers” zwi­schen Tech­nikern, Juristen, Poli­tikern und Betriebs­wirten, die oft keine gemeinsame Sprache in der Sache haben.

 

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