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Neuer Trend: Tablet-Picking

 

 

Wie so oft in der Ver­gan­genheit kommen die Trends aus den USA. Aber nicht alle ver­heißen auch was Gutes. Der neueste (Negativ-)Trend nennt sich „Tablet-Picking”.

 

Was steckt dahinter?

Zu diesem Trend hat eine ame­ri­ka­nische Tages­zeitung einen Beitrag ver­öf­fent­licht.  In diesem Artikel zum Thema iPad-Picking wird u.a. darauf hin­ge­wiesen, dass sich in den USA zunehmend orga­ni­sierte Banden gezielt Loca­tions aus­suchen, in denen gerne das kos­tenlose WLAN genutzt wird, dort schnell die neu­esten tech­ni­schen Geräte vor Ort aus­spähen und diese dem Nutzer regel­recht aus den Händen reißen und dann uner­kannt flüchten. In den meisten Fällen haben es die Diebe auf das Gerät selbst abge­sehen um dieses zu „ver­silbern“, aber auch der Datenklau nimmt ständig weiter zu.

Noch herr­schen bei uns in Deutschland keine ame­ri­ka­ni­schen Ver­hält­nisse, das heißt Gerä­teklau ist bei uns noch nicht so weit ver­breitet. Aber die Fälle aus Amerika und mitt­ler­weile eben auch in Deutschland zeigen, dass bei der öffent­lichen Nutzung des Apple iPad™ oder eines anderen Tablet-PC erhöhte Auf­merk­samkeit wichtig ist.

Was bedeutet das für einen Unternehmer?

Mit­ar­beiter oder Chefs von Unter­nehmen sind viel in Hotels, Flug­häfen, Bahn­höfen oder auf Tagungen und Ver­an­stal­tungen unterwegs. Die Vor­teile des mobilen Ein­satzes von Daten und der Zugriff darauf werden gerade außerhalb des Büros sehr deutlich und auch gerne genutzt. Aber auch die Gefahren, die hier lauern sind nicht zu unter­schätzen. Ein unacht­samer Moment kann dazu führen, dass ihr mobiles Gerät von orga­ni­sierten Banden ent­wendet wird.

Was kann man prä­ventiv tun?

Als erstes lesen Sie die Bedie­nungs­an­leitung Ihres mobilen Gerätes auf­merksam durch, ins­be­sondere die not­wen­digen Sicherungseinstellungen.
Hier die gän­gigsten Optionen, die Sie auf Ihrem mobilen Gerät akti­vieren können:

  • GPS-Satel­­liten ver­wenden, um den meter­ge­nauen Standort Ihre mobilen Gerätes fest­stellen zu können
  • Kon­fi­gu­ration der Display-Sperre (durch Eingabe einer PIN oder eines Passwortes)
  • Ver­schlüs­selung des mobilen Gerätes (eben­falls durch Eingabe einer Pin oder eines Passwortes)
  • Ein­richtung einer SIM-Kar­­ten­­sperrung (gilt nur für Tablets bzw. mobile Geräte mit einer SIM-Karte)

Was tun, wenn das mobile Gerät abhan­den­ge­kommen ist?

Wichtig: Infor­mieren Sie in jedem Fall als erstes die Polizei. Dazu sollten Sie die Seri­en­nummer Ihres mobilen Gerätes parat haben (steht auch auf der Ori­­ginal-Ver­­­pa­­ckung und auf dem Gerät selbst)
Bei Gerä­teklau ist es ratsam auch gleich Straf­an­zeige zu stellen, damit die ent­spre­chenden Ermitt­lungen ein­ge­leitet werden können.
Ab dem Betriebs­system iOS 5 gibt es noch zusätz­liche Fea­tures: Die mit iOS 5 mit­ge­lie­ferte iCloud bietet zusätzlich Loka­­li­­sie­­rungs- und Sperr­funk­tionen, sowie die Mög­lichkeit, alle Daten aus der Ferne zu löschen. Weitere Infos dazu finden Sie in der Bedie­nungs­an­leitung Ihres mobilen Gerätes.

Darüber hinaus bieten zahl­reiche Apps (wie z.B. Android-Lost oder Anti-Klau etc.) sinn­volle Sicherheitsfeatures:

Die prak­ti­schen und teil­weise kos­ten­losen Apps für Android-Phones und ‑Tablets sorgen für deutlich mehr Sicherheit: Über das Internet lässt sich das Gerät ver­folgen und bei Bedarf als gestohlen melden.

Um den Dieb­stahl­schutz ein­zu­setzen, bedarf es lediglich einer Regis­trierung auf der Her­stel­ler­seite. Anschließend schaltet die App all Ihre Funk­tionen frei.

So orten Sie bei­spiels­weise Ihr Handy auf einer Karte oder sperren das Handy aus der Ferne. Die Daten­ver­schlüs­selung sorgt für mehr Schutz bei einem ver­suchten Datenraub. Tritt der Fall ein, dass Ihr Handy ver­schwunden bleibt, lassen sich Ihre Kon­takte, Anruf­listen, SMS, etc. vom Server des Her­stellers wieder herstellen.

Aber:  Die Software wird nur aktiv, wenn sich Ihr Gerät im „Verloren“-Status befindet. Vorher werden also kei­nerlei Daten oder Infor­ma­tionen gesammelt.

Zum mate­ri­ellen Verlust des Apple iPad™ oder eines anderen mobilen Gerätes kommt eben auch der Daten­verlust bzw. die miss­bräuch­liche Daten­wei­tergabe an unbe­rech­tigte Dritte dazu. Der finan­zielle und imma­te­rielle Schaden durch Miss­brauch Ihrer Daten kann den mate­ri­ellen Schaden Ihres mobilen Gerätes um das Viel­fache übersteigen.

Lassen Sie es nicht soweit kommen.

Bild:  © Rita Koehler / pixelio.de

 

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Joachim Vogel, DATEV eG

Dipl. Betriebswirt (FH)

Studium der Betriebs­wirt­schaft im Schwer­punkt Marketing
Erfah­rungen in der Pro­gram­mier­sprache RPGII

Aufbau einer EDV-Ver­triebs-Abteilung in einem großen Ver­si­che­rungs­konzern (Ver­ant­wortlich für die techn. Infra­struktur in den Filialdirektionen/Disposition und Instal­lation der EDV)

Seit 1989 bei DATEV eG in Nürnberg tätig. Pro­jekt­leitung “esecure bei Behörden und Insti­tu­tionen”; techn. Know-how im TK-Management (Cloud-Lösungen; Beratung und Instal­lation von Tele­kom­mu­ni­ka­tions-Lösungen in Steu­er­kanz­leien; Koordinator/Ansprechpartner bei techn. Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­fragen); Zer­ti­fi­zierung nach ITIL

 

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