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Machen Sie in nur zehn Minuten den IT-Sicher­heits­check von Deutschland sicher im Netz. Der Test liefert Hand­lungs­emp­feh­lungen, mit denen Sie die eigene IT-Sicher­heitslage ver­bessern können.

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Daten­si­cherung für mobile Geräte

Wer wie ich im Bereich IT-Sicherheit tätig ist, hört viele kuriose Geschichten und Fragen. Dies ist die Geschichte meiner Bekannten S., die Beruf und Familie dank mobiler Geräte her­vor­ragend unter einen Hut bekommt.

Das neue … ist da! Schneller, dünner, schicker. Sie muss es haben! Platz im Schrank für das Vor­gän­ger­modell, welches bisher exzessiv für Mails, Fotos,  Musik und Tele­fonate genutzt wurde, hat sie. In ihrer Wohnung lagerte bis vor kurzem eine Vielzahl von alten halb- bis unge­nutzten PCs, Laptops, Tabletts und Smart­phones. Bis an einem unschönen Tag im Januar gemeine Diebe die Tür zur Ber­liner Alt­bau­wohnung auf­brachen, um sich an den zeit­ge­nös­si­schen Geräten zu berei­chern. Alle weg! Und was sagt die eilig hin­zu­ge­rufene Polizei dazu? „Ach, wieder so eine Bande. Es ist hier im Viertel gerade sehr in Mode, sich Zugang zur Wohnung zu ver­schaffen und in Win­deseile alle trag­baren elek­tro­ni­schen Geräte ein­zu­sammeln.“

 

Sicherung und Ver­si­cherung

Nicht nur Pri­vat­leuten sondern auch Unter­nehmen sei wärmstens emp­fohlen, auf eine sorgsame Daten­si­cherung und eine pas­sende Ver­si­cherung zu achten. Wie gut, dass S. für diesen Fall vor­ge­dacht hatte. Ihre Fami­li­en­fotos, Musik und Daten sichert sie seit Jahren auf einer externen Fest­platte, welche sie selbst­ver­ständlich gut ver­steckt hat. Natürlich hat sie auch das all­um­fas­sende Ver­si­che­rungs­paket abge­schlossen, dass ihr nun adäquaten Ersatz ermög­licht.

In Unter­nehmen lagern zwar viele, teure Geräte. Noch teurer und auf­wän­diger kann es aber werden, wenn nicht nur die Geräte selbst sondern mit ihnen auch die sen­sible Kunden‑, Mit­ar­bei­ter­daten, Termine, Pro­to­kolle und Pro­dukt­kon­zepte ver­loren gehen. Weitere Bei­spiele, was ver­trau­liche Geschäfts­daten so sein können, zeigt die DsiN-Studie zur IT-Sicher­heitslage im Mit­tel­stand 2012.

 

Kopien: Gegen eine Flut ohne Daten

Es reicht leider nicht, den Ser­verraum im Keller gut abzu­schließen. Es muss ja nicht immer Dieb­stahl sein. Bei S. zum Bei­spiel stand nur eine Woche nach dem Dieb­stahl der Keller unter Wasser! Die schönen Notizen aus der Stu­di­enzeit waren futsch. Dabei hätte daraus ein Buch oder eine Geschäftsidee ent­stehen können. Man sagt zwar, Papier und Textil gehört auf den Dach­boden, aber wer besitzt so etwas heut­zutage? Der Keller ihres Hauses war stets trocken und warm. Wie konnte das pas­sieren? Viel­leicht hat die Bau­stelle auf der anderen Stra­ßen­seite etwas damit zu tun und die starken Regen­fälle, die von Zeit zu Zeit auf Deutschland her­un­ter­regnen.

Kleine und mit­tel­stän­dische Unter­nehmen handeln viel­leicht ähnlich spontan, wenn es darum geht, eine gute Auf­be­wah­rungs­mög­lichkeit für die Siche­rungs­kopien zu finden. Egal ob Daten auf Papier, auf Fest­platten oder in der Cloud. Gut dran ist, wer mit regel­mä­ßigen Backups Kopien seiner Daten anfertigt – bevor der Fall der Fälle ein­tritt – und diese besser nicht im Keller lagert. Über­flutete Backups sind genauso wenig zu retten wie mat­schige, zusam­men­kle­bende und ver­wischte Papier­seiten. Immerhin gibt es Unter­nehmen, die die Lagerung so über­nehmen, dass die Daten im Notfall schnell ver­fügbar sind.

 

Smart­phone Road­movie

Einzig das ins Wasch­becken gefallene Handy lässt sich durch blitz­ar­tiges Trocknen auf der Heizung – und zwar ver­kehrt herum – retten, nämlich bevor es Rost ansetzt – sagt S. tri­um­phierend. Auch dieses Erlebnis blieb ihr nicht erspart.

Smart­phones sind ver­schie­denen Gefahren aus­ge­setzt. Es soll nicht nur Mit­ar­beiter geben, die ohne Head-Set beim Auto­fahren tele­fo­nieren. Es gibt auch Men­schen, die das beim Fahr­rad­fahren gut bewerk­stel­ligen. Das Mobil­te­lefon von S. hat den Sturz aus zwei Metern Höhe bei 10km/h zwar überlebt, seine Glas­front leider nicht. Ein schönes Spin­nennetz aus Rissen über­zieht das Display. Ein solcher Ausfall des Gerätes während der Repa­ra­turzeit hätte bei einem Außen­dienst­mit­ar­beiter natürlich zu Ver­zö­ge­rungen geführt. Denn heut­zutage greift man ja über das Gerät auf Ter­min­ka­lender und Kon­takte zu.

Eine Kol­legin hat mir berichtet, ihr Telefon sei bei einer Bus­fahrt aus der Hos­ten­tasche gerutscht. Ein paar Wochen, nachdem es wieder da war, hat sie es ver­se­hentlich mit dem Mietauto dem Ver­leiher auf dem Bei­fah­rersitz abge­geben. Immerhin: Sie hatte es mit einem PIN-Code ver­sehen. Ein Hoch auf moderne Sicher­heits­tech­no­logien!

Eine solche Fülle an Vor­komm­nissen ereilt viel­leicht nicht jeden. Aber da die Nutzung dieser wun­der­baren pri­vaten Geräte laut dem IT-Bran­chen­­verband Bitkom bei der Hälfte aller Unter­nehmen auch am Arbeits­platz zuge­lassen ist, sollten Arbeit­geber vor der Ein­bindung ins Netzwerk gründlich darüber nach­denken, wie sie den Zugang auf interne Daten absi­chern.

Hilfe dazu bietet zum Bei­spiel die kos­ten­freie Bro­schüre von DsiN und DATEV „Sicher im Netz“ auf Seite 139ff.

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Katrin Göttel, vormals DsiN

Katrin Göttel stu­dierte an der TU Ilmenau, an der Bauhaus Uni­ver­sität Weimar und in Lyon, Frank­reich. Nach dem erfolg­reichen Abschluss des Stu­diums als Dipl.-Kulturwissenschaftlerin (Medien) war sie als Online-Manager beim Verlag Gruner + Jahr tätig. Ihre Aufgabe bei Deutschland sicher im Netz war es, mit­tel­stän­dische Unter­nehmen und Ver­braucher für IT-Sicherheit zu begeistern.

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.