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Sichere Inter­net­nutzung für Mit­ar­beiter leicht gemacht

In einem Tele­fonat offen­barte mir neulich ein Geschäfts­partner, er halte sich aus sozialen Netz­werken lieber heraus. Dies nahm ich über­rascht zur Kenntnis, denn der Kollege arbeitet in einem Umfeld, in dem Inter­net­an­wen­dungen, Sicherheit und Mar­keting eine große Rolle spielen. Ich pries ihm daher die tollen Ver­net­zungs­mög­lich­keiten eines B2B Netz­werks an, welches mir die Kon­takt­auf­nahme zu ehe­ma­ligen Mit­schülern, Kom­mi­li­tonen, zu Kol­legen und zu Freunden ver­ein­facht.

Ver­schiedene Nut­zer­typen privat wie beruflich
Das  Deutsche Institut für Ver­trauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hat Ein­stellung und Umgang der Deut­schen mit dem Internet unter­sucht. Die For­scher der Milieu-Studie* kamen dabei zu dem Ergebnis, dass die Gesell­schaft gespalten ist in „Digital Out­siders“, „Digital Immi­grants“ und „Digital Natives“. Digital Out­siders sind ent­weder offline oder stark ver­un­si­chert und finden keinen Zugang zur Digi­talen Welt. Digital Immi­grants nutzen das Internet zwar regel­mäßig, haben aber in Bezug auf Sicherheit und Daten­schutz Bedenken. Digital Natives sind mit dem Internet auf­ge­wachsen, sehen es als Teil ihres Lebens­raumes an und nutzen es daher ganz selbst­ver­ständlich.  Innerhalb dieser Gruppen gibt es noch weitere Dif­fe­ren­zie­rungen, auf die hier nicht näher ein­ge­gangen werden soll.

Die drei genannten Gruppen sind äußerst hete­rogen. Zu einem großen Teil hängt die Zuordnung sicherlich von Alter und Bildung ab. Einige Junge arbeiten noch nicht, einige Ältere nicht mehr. Dennoch sollten sich alle Gruppen auch in der Arbeitswelt wie­der­finden, gerade im Mit­tel­stand.

Erfah­rungs­aus­tausch zwi­schen den Mit­ar­beitern
Geschäfts­führer sollten sich daher bewusst machen, dass Mit­ar­beiter das Internet sehr unter­schiedlich nutzen. Manche Mit­ar­beiter gehen sehr sorglos mit dem Internet um und andere sehr vor­sichtig. Beide Ein­stel­lungen können für den Geschäfts­be­trieb Vor- und Nach­teile haben. Wer sich nichts Neues zutraut, wird auch keine neuen Pfade beschreiten, um sein Unter­nehmen vor­an­zu­bringen. Günstige Recher­che­mög­lich­keiten z.B. für das schnelle Auf­finden eines Hotel­zimmers, Rou­ten­pla­nungen und Über­set­zungs­pro­gramme bleiben unge­nutzt. Auf der anderen Seite besteht bei sehr unbe­küm­merten Inter­net­nutzern die Gefahr, dass interne Infor­ma­tionen an fal­scher Stelle landen oder viel­leicht Zeit in Sozialen Netz­werken ziellos ver­trödelt wird.

Den Aus­tausch fördern
Um Mit­ar­beiter im Umgang mit dem Internet zu stärken bzw. für Gefahren zu sen­si­bi­li­sieren emp­fiehlt es sich daher, her­aus­zu­finden, wo die Pro­bleme liegen. In einer Dis­kus­si­ons­runde zur Inter­net­nutzung mit den Mit­ar­beitern kann bei­spiels­weise ein Erfah­rungs­aus­tausch angeregt werden, bei dem am Ende alle pro­fi­tieren. So kann unter anderem deutlich werden, welche Unter­stützung ein etwas unsi­cherer Kollege braucht. Jemand, der sich gerne und selbst­ver­ständlich im Internet bewegt, kann sein Wissen leicht an Kol­legen wei­ter­geben und z.B. erklären, wie man sich für eine Online-Anwendung ein Benut­zer­konto mit einem sicheren Passwort anlegt.

Ein­stiegs­fragen zu IT-Sicherheit für eine Dis­kus­si­ons­runde

Als Mode­ra­ti­ons­hilfe emp­fehlen sich fol­gende Fragen:

•    Wofür nutzen die Mit­ar­beiter das Internet bereits?
•    Welche Bedenken haben Sie bei der Nutzung?
•    Welche wich­tigen Infor­ma­tionen werden z.B. über E‑Mails aus­ge­tauscht?
•    Was unter­scheidet Daten­si­cherheit und Daten­schutz?
•    Woran erkennt man im Internet, dass Daten sicher über­tragen werden?
•    Welche Recher­che­mög­lich­keiten bietet das Internet?
•    Wie kann man das Internet von unterwegs nutzen, welche Risiken gibt es dabei?

Ein Vorteil des internen Aus­tauschs kann außerdem sein, dass der Team­zu­sam­menhalt gestärkt wird. Jeder Mit­ar­beiter kann Mentor sein und als Ansprech­partner ver­fügbar sein, wenn Fragen auf­tauchen. Damit können Unsi­cher­heiten schnell abgebaut werden, die am Ende dem Geschäfts­erfolg zu Gute kommen.

* https://www.divsi.de/sites/default/files/presse/docs/DIVSI-Milieu-Studie_Gesamtfassung.pdf

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Katrin Göttel, vormals DsiN

Katrin Göttel stu­dierte an der TU Ilmenau, an der Bauhaus Uni­ver­sität Weimar und in Lyon, Frank­reich. Nach dem erfolg­reichen Abschluss des Stu­diums als Dipl.-Kulturwissenschaftlerin (Medien) war sie als Online-Manager beim Verlag Gruner + Jahr tätig. Ihre Aufgabe bei Deutschland sicher im Netz war es, mit­tel­stän­dische Unter­nehmen und Ver­braucher für IT-Sicherheit zu begeistern.

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.