DsiN-Blog

Der IT-Sicher­heitsblog für den Mit­tel­stand

Themen

Tipp des Monats

Machen Sie in nur zehn Minuten den IT-Sicher­heits­check von Deutschland sicher im Netz. Der Test liefert Hand­lungs­emp­feh­lungen, mit denen Sie die eigene IT-Sicher­heitslage ver­bessern können.

News­letter

Um neue Bei­träge regel­mäßig zu erhalten, können Sie hier unseren News­letter abon­nieren:

Gestatten, Wolke.

Wahr­scheinlich haben sie in den letzten beiden Jahren schon häu­figer den Begriff Cloud gehört. Zumindest ergaben Umfragen bei IT-Dienst­­leistern, dass das Thema Cloud schon im dritten Jahr in Folge das Trend­thema schlechthin ist.

Falls Sie trotzdem nichts mit dem Begriff anfangen können, liegt es viel­leicht daran, dass wir Deut­schen im inter­na­tio­nalen Cloud-Ver­­­gleich bislang keine große Rolle spielen. Aber das könnte sich bald ändern, denn auch bei uns erfreut sich die Cloud stei­gender Beliebtheit. Zumindest im Wer­be­fern­sehen sieht man immer wieder glück­liche Men­schen, die auf einem ein­samen Berg­gipfel auf ihre Lieb­lings­musik, ihre E‑Mails oder ihre Lieb­lings­bilder zugreifen. Weil ihre Daten in der Cloud liegen, können diese Men­schen mit ihren Smart­phones oder Note­books von jedem belie­bigen Punkt auf der Welt darauf zugreifen. Die Daten liegen nämlich nicht lokal auf den End­ge­räten, sondern in der Wolke, also in irgend­welchen Rechen­zentren.

Private Nutzung von Cloud Diensten
Jeder, der jetzt ein wenig in sich geht, wird also fest­stellen, dass er zumindest im pri­vaten Umfeld min­destens einen Cloud Dienst regel­mäßig nutzt. Der popu­lärste Cloud Dienst ist sicher das E‑Mail-Postfach, aber auch Fotos, MP3s, Filme und Anwen­dungen wie z.B. Spiele beziehen wir alle zunehmend aus der Cloud. Aller­dings nutzen wir viele dieser Dienste bereits so selbst­ver­ständlich, dass wir uns häufig gar nicht darüber im Klaren sind, dass wir uns schon längst in der Cloud befinden.

Deutsche Sicher­heits­fa­na­tiker
Wie sieht es dann im geschäft­lichen Bereich aus? Nutzen wir hier auch unbe­wusst Cloud Dienste? Unter­su­chungen zeigen, dass es sich im geschäft­lichen Bereich etwas anders verhält. Einen nicht unwe­sent­lichen Anteil daran soll das deutsche Sicher­heits­be­wusstsein haben. Fast nir­gendwo sonst sind die Daten­schutz­vor­schriften so streng, wie in Deutschland  und diese Kon­stel­lation soll dazu bei­tragen, dass sich in Deutschland die Cloud Dienste etwas lang­samer als im inter­na­tio­nalen Ver­gleich ver­breiten.

Zer­ti­fikate für die Sicherheit
Viele Deutsche Cloud Anbieter begegnen dieser Situation, indem sie sich zer­ti­fi­zieren lassen. Als Bei­spiel sei hier das Zer­ti­fikat ISO 27001 genannt, das als eines der ver­trau­ens­wür­digsten Zer­ti­fikate im IT-Sektor gilt und vom Bun­desamt für Infor­ma­ti­ons­si­cherheit (BSI) erteilt wird. Viel­leicht hilft das der Ver­breitung von Cloud Diensten in Deutschland weiter auf die Sprünge, denn das nutzbare Spektrum für Cloud Dienste ist ziemlich breit. Unab­hängig davon besteht bei der Nutzung der Cloud im geschäft­lichen Bereich nach wie vor ein hohes Maß an Rechts­un­si­cherheit. Wo dürfen Daten gespei­chert werden, damit ich mich als Unter­nehmer an gel­tende Gesetze halte und sen­sible Daten geschützt werden etc. Aspekte rund um das Thema Sicherheit in der Cloud finden Sie auch im Beitrag von Prof. Paulus (Sicher in die Cloud — geht das?) und Herrn Feuchter (Dienst­leistung und Daten­schutz in der Cloud).

Die meist­ge­nutzten Cloud Dienste
Immer neue Online Dienste oder Cloud-Ser­­vices schießen aus dem Boden. In Deutschland werden ver­hält­nis­mäßig häufig Dienste genutzt, die eine IT-Infra­­stru­k­­tur­­leistung bereit­stellen, für die das nötige Know-how im eignen Unter­nehmen fehlt oder der Aufwand zu groß wäre dieses Wissen vor­zu­halten. Das geht vom Bausatz für die eigene Homepage, über Daten­spei­cherung (Storage) bis hin zu Managed-Security-Ser­­vices — um nur einige zu nennen. In der Cloud ist fast alles ver­fügbar, was es auch auf internen Servern gibt und die Zahl der Anbieter wächst beständig.

Nut­zer­ver­halten
Ob man diese Cloud-Ser­­vices nutzt, ist dann aber, wie im Pri­vat­leben auch, immer ein wenig Geschmacks­sache und von vielen ver­schie­denen Fak­toren abhängig. Während fast jeder ein E‑Mail-Konto in der Cloud hat, stellt nicht jeder seine Fotos auf Diensten wie Flickr zum Teilen mit anderen bereit. Auch die von Online-Anbietern teil­weise sehr günstig ange­bo­tenen Online­spei­cher­mög­lich­keiten für (Privat-) Dateien bleiben oft unge­nutzt, gespei­chert wird lieber auf eine externe Fest­platte. Ande­rer­seits gibt es gerade im geschäft­lichen Bereich die Mög­lichkeit anhand von Check­listen ein­zu­grenzen, ob es pas­sende Cloud Dienste für das Unter­nehmen gibt und worauf man bei ihrem Einsatz achten sollte. Denn übers Knie wird wohl keiner so eine Ent­scheidung brechen wollen. Falls Sie das Thema ver­tiefen möchten, hier noch zwei nütz­liche Lite­ra­tur­hin­weise:

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Manuela Moretta, DATEV eG

Über die Autorin:

Diplom-Kauffrau

Seit 1994 tätig bei DATEV eG. Im Bereich IT-Dienst­leis­tungen und Security seit 2005 zuständig für über­grei­fende Kom­mu­ni­kation und Ver­marktung tech­ni­scher Pro­dukt­lö­sungen. Ver­fasst in diesem Kontext regel­mäßig Bei­träge in der Kun­den­zeit­schrift der DATEV und ist Co-Autorin des Leit­fadens „Deutschland sicher im Netz”. Privat Mutter eines „Digital Natives” und „tech­nische Bera­terin” der Unter­nehmer im Bekann­ten­kreis.

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.