DsiN-Blog

Der IT-Sicher­heitsblog für den Mit­tel­stand

Themen

Tipp des Monats

Machen Sie in nur zehn Minuten den IT-Sicher­heits­check von Deutschland sicher im Netz. Der Test liefert Hand­lungs­emp­feh­lungen, mit denen Sie die eigene IT-Sicher­heitslage ver­bessern können.

News­letter

Um neue Bei­träge regel­mäßig zu erhalten, können Sie hier unseren News­letter abon­nieren:

Ser­vices & Browser statt Anwen­dungen & Betriebs­system

Die Cloud ermög­licht nicht nur die Aus­la­gerung der Technik und neue Arbeits­formen, sondern führt auch zu einer neuen Defi­nition von Software, mit dem Browser als Betriebs­system!

Ein wich­tiger Aspekt an der Cloud ist die ver­än­derte Arbeits­weise. Zunehmend erfolgt eine Ver­la­gerung  ein­zelner Pro­gramme oder ganzer Soft­ware­platt­formen in die Cloud. Bisher ist man gewohnt, seine Pro­gramme am PC auf­zu­rufen, die tra­di­tionell am PC oder an einem Server instal­liert wurden. Neu­er­dings wird nicht mehr instal­liert! Es wird genutzt. Und dafür gibt es ein neues Betriebs­system – Den Browser!

Der Browser als Betriebs­system? Geht das? Klar!  Nur eine Frage der Defi­nition, was ein Betriebs­system ist. Im Browser laufen schon seit Ewig­keiten Pro­gramme – nur heißen sie dort Skript! Wer früher mal mit der Pro­gram­mier­sprache BASIC her­um­ge­spielt hat, weiß, dass manche Pro­gramme für sich selbst lauf­fähig sind – und manch andere eine Lauf­zeit­um­gebung (auch RunTime-Umgebung) brauchen. Das ist nichts anderes als ein Über­setzer, der das Pro­gramm eben aus­führt – und das ist der Browser. Halten wir fest: In einem Browser können Pro­gramme auf­ge­rufen und aus­ge­führt werden.


Software-as-a-Service
Und in der Cloud werden Ser­vices bereit­ge­stellt. Kennt man schon vom PC! Kennen Sie nicht? Dann haben Sie sich in den ver­gan­genen 10 Jahren nicht mit der Wei­ter­ent­wicklung der Betriebs­systeme beschäftigt: Früher musste auf­wendig für jede neue Pro­gramm­funktion das gesamte Pro­gramm neu geschrieben werden. Blöd, wenn viele Ände­rungen und Feh­ler­be­rei­ni­gungen anstanden. Also: „Modu­larer Aufbau“. Bei­spiels­weise die Funktion „Daten senden“ ist nicht mehr irgendwo mitten im Pro­grammcode ent­halten, sondern als eine „Funk­ti­ons­gruppe“ zusam­men­ge­fasst. Später hießen die Module Dienste, wenn sie vom Betriebs­system bereit­ge­stellt wurden. Und wenn wir nun noch davon abs­tra­hieren, dass Pro­gramme immer nur auf einem kon­kreten PC aus­ge­führt werden müssen, dann reden wir eben von Diensten. Und diese Ser­vices werden jetzt über die Cloud zur Ver­fügung gestellt. Und wenn wir viele dieser Module zusam­men­fassen, sind wir bei “Software-as-a-Service.”


Platform-as-a-Service
Ganz einfach!  Oder? *g* Und nachdem Hardware ja jetzt auch vir­tua­li­siert werden kann, kann man auch eine „Infra­s­t­­ructure-as-a-Service“ anbieten. Wird die Arbeit zwi­schen Pro­vider und Software-Anbieter auf­ge­teilt, spricht man von „Platform-as-a-Service“: Die einen kümmern sich um die Authentifikation/Identifikation, Datenbank oder Abrech­nungs­systeme und die anderen sorgen für die Software.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Walter Leon­hardt, DATEV eG

Dipl. Infor­ma­tiker (FH). Hat Technik von der Pike auf in seiner Aus­bildung zum Nach­rich­ten­ge­rä­te­me­cha­niker und Fein­ge­rä­te­elek­tro­niker gelernt. Nach seinem Studium der Infor­matik begann er 1990 bei DATEV in den Bereichen Ent­wicklung und Grund­satz­stra­tegien. Mitt­ler­weile leitet er die Abteilung IT-Research im Bereich Stra­te­gische Unter­neh­mens­ent­wicklung und beschäftigt sich mit der Vir­tua­li­sierung von Com­pu­ter­res­sourcen, der digi­talen Rech­te­ver­waltung oder Workflow-Management-Sys­temen.

 

Koope­ra­ti­ons­partner

Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.