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Sicheres Passwort

Wer Dienste im Internet nutzt, braucht fast immer ein Passwort. Damit es vor Hackern sicher ist, sollte das Kennwort min­destens acht Zeichen lang sein und aus einer Kom­bi­nation von Klein- und Groß­buch­staben, Ziffern und Son­der­zeichen bestehen. Ganze Wörter wie Schlauchboot sind leichter zu knacken und schlecht als Sicher­heitscode geeignet. Aller­dings nützt das beste und kom­pli­zier­teste Passwort nichts, wenn Sie es sich nicht merken können!

Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen, das Ihnen in Erin­nerung bleibt: Zunächst wählen Sie einen Satz mit meh­reren Wörtern und Satz­zeichen, den Sie gerne mögen – bei­spiels­weise eine Zeile aus einem Gedicht. Als Bei­spiel dient hier der Anfang von Goethes Gedicht Pro­me­theus: Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wol­kendunst! Wenn Sie einen Satz gefunden haben, nehmen Sie den ersten Buch­staben jedes Wortes, Satz­zeichen sowie Groß- und Klein­schreibung bleiben bestehen. Für den Bei­spielsatz ergibt sich BdH,Z,mW!, ein sicheres – auch stark genanntes — Passwort, das leicht zu merken ist

Alter­native: Sie können ein Passwort auch aus zwei kurzen Wörtern gene­rieren: Dafür wählen Sie zwei ver­schiedene Wörter wie zum Bei­spiel Saft und Schnur. Ver­knüpfen Sie nun beide Wörter mit einem Satz­zeichen. Saft;Schnur ist das Zwi­schen­er­gebnis. Als nächstes ersetzen Sie zwei Buch­staben durch Zahlen, zum Bei­spiel durch eine ‚9’ an erster Stelle und eine ‚5’ an siebter Stelle. Fertig ist das starke Passwort: 9aft;S5hnur.

Müssen Sie sich viele Pass­wörter merken, emp­fiehlt sich fol­gendes Ver­fahren: Erstellen Sie ein Basis­passwort, das Sie sich gut merken können, und ver­wenden Sie ver­schiedene Varia­tionen davon. So können Sie bei­spiels­weise in der Zeile aus dem Gedicht das letzte Wort und Satz­zeichen ändern. Der abge­wan­delte Satz Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Gewit­ter­wolken? ergibt im Hand­um­drehen ein neues Passwort: BdH,Z,mG?

Wichtig: Keine andere Person darf Zugriff auf das gewählte Passwort erhalten! Dafür ist es am besten, Sie merken sich Ihre Pass­wörter. Sollte es dennoch nötig sein, Kenn­wörter irgendwo auf­zu­be­wahren, gibt es so genannte Passwort-Safe-Pro­­­gramme, die Ihre Pass­wörter ver­schlüsselt für Sie spei­chern. Diese Passwort-Safes gibt es in vielen Formen, vom ein­fachen kos­ten­losen Pro­gramm bis hin zum durch Fin­ger­ab­druck gesi­cherten USB Stick.

2 Kommentare zu Sicheres Passwort

  • Kenneth B. sagt:

    Noch ein Tipp für den Umgang mit vielen Pass­wörtern
    Ich habe sehr viele Pass­wörter im Internet und habe mir daher fol­gendes Ver­fahren zu eigen gemacht: ich ver­wende mehrere Basis­pass­wörter, je nachdem ob es ein reiner Info-Zugang, ein E‑Mail-Zugang oder ein Bezahl-Zugang ist. An dieses Basis­passwort hänge ich dann jeweils noch die ersten beiden Buch­staben des jewei­ligen Domain­namen mit an, wenn z.B. mein Basis­passwort wie in ihrem Text BdH,Z,mW! lautet, dann wäre mein Passwort für amazon.de BdH,Z,mW!am und für otto.de BdH,Z,mW!ot. Mit diesem Schema muss ich mir nur das Basis­passwort merken und ergänze den Rest mit den Anfangs­buch­staben der ange­surften Seite. Auf diese Weise habe ich für jede Seite ein eigenes Passwort und kann mir dies auch ohne Passwort-Safe merken.

  • Katrin Böhme sagt:

    Eine App für alle, die das Pass­wort­wechseln gerne auf­schieben
    Experten emp­fehlen, Pass­wörter spä­testens nach 90 Tagen zu wechseln, doch dies wird in der Praxis zu wenig gelebt. Deshalb erinnert die neue App von DsiN auf Wunsch an diese wichtige Pro­zedur und erleichtert das Passwort Ändern.
    Sie zeigt, wie man bei vielen beliebten Por­talen schnell und einfach das Passwort wechseln kann. Esels­brücken helfen zudem, neue sichere und starke Pass­wörter zu ent­wi­ckeln, die sich der Nutzer auch merken kann.

    Die kos­tenlose App steht für alle gän­gigen Smart­phone-Betriebs­systeme zur Ver­fügung:

    iPhone:
    http://itunes.apple.com/us/app/passwort-wechsel-app/id480519327?ls=1&mt=8

    Windows7Phone:
    http://www.windowsphone.com/de-DE/apps/ff46feea-662e-46f4-b067-e736ec188eca

    Android:
    https://market.android.com/details?id=de.dsin.passwortWechsel

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Katrin Göttel, vormals DsiN

Katrin Göttel stu­dierte an der TU Ilmenau, an der Bauhaus Uni­ver­sität Weimar und in Lyon, Frank­reich. Nach dem erfolg­reichen Abschluss des Stu­diums als Dipl.-Kulturwissenschaftlerin (Medien) war sie als Online-Manager beim Verlag Gruner + Jahr tätig. Ihre Aufgabe bei Deutschland sicher im Netz war es, mit­tel­stän­dische Unter­nehmen und Ver­braucher für IT-Sicherheit zu begeistern.

 

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Für DATEV sind Daten­schutz und Daten­si­cherheit seit Gründung des Unter­nehmens zen­trale Ele­mente in der Geschäfts­po­litik. Daher enga­giert sich DATEV mit dem Blog für mehr IT-Sicherheit im Mit­tel­stand.